Die Top-Rankingfaktoren 2021 – Darauf müssen Firmen jetzt achten

In der Welt der Suchmaschinenoptimierung bleibt die Veränderung auch im nächsten Jahr die einzige Konstante. Wieder einmal verschieben sich die Bedeutungen unterschiedlicher Maßnahmen. Was noch im letzten Jahr als verlässliche Hilfe auf dem Weg zu einem guten Ranking angesehen werden konnte, könnte schon in wenigen Monaten wieder zurückgestuft werden. Umso wichtiger ist es für alle Beteiligten, einen Blick auf die wichtigsten Faktoren im Jahr 2021 zu werfen. Wir wollen sie hier in diesem Artikel genauer unter die Lupe nehmen.

Nutzererfahrung gewinnt an Bedeutung

Ein erster wichtiger Faktor, der bei der Optimierung eine Rolle spielen wird, ist die Page Experience. Wie Google verlauten ließ, wird dieser Faktor im nächsten Jahr besonders an Bedeutung gewinnen. Um qualitativ hochwertige Suchergebnisse anbieten zu können, soll sichergestellt werden, dass der User wirklich jenes Ergebnis auf der Seite wiederfindet, das er sich vorgestellt hat. Je besser es einer Webseite gelingt, dies durch eine gute Page Experience zu gewährleisten, desto eher soll auch das Ranking davon profitieren.

Aber noch ein paar andere Faktoren, die schon in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus genommen wurden, spielen auf dem Gebiet eine Rolle. Dazu zählen die Sicherheit, die natürlich weiterhin durch https unter Beweis gestellt werden muss. Darüber hinaus wird der responsiveness eine wachsende Bedeutung zukommen. Durch den steigenden Anteil von Nutzern an Mobilgeräten müssen sich auch Webseiten an diese neuen Herausforderungen und Ansprüche anpassen. Für mobile Endgeräte optimierte Seiten haben damit gute Karten, auf dem Gebiet der Nutzererfahrung zu punkten. Gleiches gilt auch für Safebrowsing, dass seine Bedeutung nicht verloren hat.

Google Top Stories ohne AMP

Auch beim Auftauchen in Schlagzeilen deuten sich in diesen Tagen wichtige Veränderungen an. Die Google Top Stories waren bei der Optimierung schon seit längerer Zeit ein zentraler Faktor. Bislang ist dafür noch die Verwendung von AMP (Accelerated Mobile Pages) notwendig.

Zunächst wurde Google im Zuge der vielen Corona-Inhalte dazu veranlasst, diese Voraussetzung abzuschaffen – allerdings nur auf diesen Bereich beschränkt. Sobald die neuen Rankingfaktoren in Kraft treten, wird dies auch für alle anderen Meldungen der Fall sein. Anstelle von AMP sollen dann die Page-Experience-Faktoren entscheidend dafür sein, in den Top Stories aufzutauchen. Entsprechend verschieben sich die Anforderungen, die bei der Optimierung der Seiten in Betracht gezogen werden müssen. Gültigkeit erfährt auch diese Neuerung wie gewohnt erst mit dem Jahreswechsel.

Expertise, Ansehen und Vertrauen – E-A-T

des Weiteren soll die Optimierung im Jahr 2021 auf der Basis der E-A-T Formel über die Bühne gehen. Hinter diesen Buchstaben verstecken sich die Anforderungen “expertise”, “authoritativeness” und “trustworthiness”. Hier stellt sich die Frage, wie ein Algorithmus dazu in der Lage sein kann, diese Aspekte aus dem Code einer Seite zu lesen. Und wie soll es dem Algorithmus gelingen, zwischen guten und schlechten Inhalten unterscheiden zu können, und das bei jedem nur denkbaren Thema?

Viele Experten sehen E-A-T aus dem Grund nicht als eine Maxime, aus der erst weitere Handlungen abgeleitet werden müssen. Stattdessen nehmen sie die Faktoren Expertise, Ansehen und Glaubwürdigkeit als wichtige Grundlage für das Erstellen ihrer Inhalte. Auf diese Weise wird E-A-T schon von sich aus zu einem Rankingfaktor, der sich positiv auf das Geschehen auswirken kann. Erst in den nächsten Jahren kann es Algorithmen in der Folge von Maschine Learning und künstlicher Intelligenz eher gelingen, Webseiten anhand der Codes in diese Kategorien einzuordnen.

Für die Betreiber von Webseiten ergibt sich daraus eine zusätzliche Herausforderung. Denn Expertise, Ansehen und Glaubwürdigkeit können nicht nur auf der Basis der eigenen Webseite abgearbeitet werden. Stattdessen ist es wichtig, sie ähnlich wie andere Offpage-Faktoren konsequent abzuarbeiten. Es reicht also nicht die Bearbeitung der eigenen Seite aus, um diesem Faktor in der Tiefe schon gerecht werden zu können.

Linkbuilding weiter bedeutsam

Ein Faktor, der schon in den letzten Jahren nicht zu unterschätzen war, ist das Linkbuilding. Neben den passenden Keywords ist der Aufbau qualitativ hochwertiger Backlinks ein entscheidender Schlüssel, um bei der Optimierung erfolgreich zu sein. In den vergangenen Jahren reichte es oft aus, schlichtweg für eine hohe Dichte und Zahl an Verlinkungen zu sorgen. Mit gutem Gewissen konnten Tauschangebote und Linkfarmen in Betracht gezogen werden, um günstig an zusätzliche Links zu kommen.

Spätestens im Jahr 2021 müssen Betreiber stattdessen die Qualität der Links als oberste Maxime ansehen. Wer die Relevanz der Themen zu sehr vernachlässigt und zu schnell zu viele Backlinks auf einer Seite hat, der läuft auf Dauer Gefahr, abgestraft zu werden. Stattdessen braucht es eine langfristige Strategie, um beim Linkbuilding wirksame Erfolge erzielen zu können.

Entscheidend ist zunächst die Suche nach thematisch verwandten und vertrauenswürdigen Seiten. Darüber hinaus können die üblichen Analysetools dafür dienlich sein, den tatsächlichen Mehrwert der Links richtig einordnen zu können. Die langfristige Perspektive auf die Dinge darf dabei nie verloren gehen. Auch in diesem Bereich der SEO-Optimierung ist es entscheidend, dass sich Erfolge oft erst über die Strecke von Wochen und Monaten einstellen.

Core Web Vitals bleiben erhalten

Aller Voraussicht nach haben sich auch die drei wichtigen Core Web Vitals im nächsten Jahr noch nicht erledigt. Stattdessen tun Betreiber gut daran, sie weiter als einen bedeutenden Faktor ihrer Arbeit anzusehen. Dies sind:

  • LCP – Largest Contentful Paint
  • FID – First Input Delay
  • CLS – Cumulative Layout Shift

Wie groß der Bedeutungsgewinn dieser Faktoren in 2021 sein wird, lässt sich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen. Doch wie schon in den letzten Monaten kann ein speziell optimierter CLS eine ordentliche Webseite zu einer wirklich guten machen. Dies liegt zum einen am realen Nutzen für den Besucher, für den springende Inhalte im Laufe des Ladevorgangs zu einer lästigen Herausforderung werden. Auf der anderen Seite erkennt auch der Algorithmus diese große Bedeutung und bewertet entsprechend optimierte Seiten neu. Gefragt sind aus dem Grund jede Menge neuer technischer Lösungen, welche die Core Web Vitals gezielt in den Blick nehmen.

Neue Herausforderungen bei der Optimierung

Wie all diese Faktoren zeigen, kommen im Bereich der Suchmaschinenoptimierung weitere Herausforderungen auf uns zu. Zum einen darf der Bereich Tech-SEO nicht vernachlässigt werden. Durch den doppelten Mehrwert, der nicht nur für den realen Nutzer vorhanden ist, sondern sich auch bei der Erstellung des Rankings offenbart, macht dies zu einer lohnenden Aufgabe. Auf der anderen Seite werden diese Bemühungen mit inhaltlichen Anpassungen gepaart, die ihre Bedeutung mindestens erhalten werden.

Insgesamt führt dies in der SEO Welt zu neuen wichtigen Schnittstellen der verschiedenen Disziplinen und Fachbereiche, die für eine ganzheitliche Optimierung gemeistert werden müssen. Nur wer den neuen Umfang der Optimierung anerkennt und sich nicht zu sehr auf die Faktoren der Vergangenheit konzentriert, wird auf diese Weise die ersehnten Fortschritte bei der Arbeit sehen können.